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Wegbeschreibung

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Der „Historische Rundweg“ beginnt am Dorfplatz, mitten in einer historischen „Raststation“ an der heute „trockenen“ Weed. Ursprünglich mit Wasser gefüllt diente sie als Vieh- und Pferdetränke, vor Allem aber als Wagenschwemme für durchreisendes Gefährt. Ebenfalls der „technischen Infrastruktur“ dienten die am Dorfplatz links gelegene Alte Schmiede, welche durch ein Wohngebäude ersetzt wurde, sowie die gegenüberliegende herrschaftliche Relais- oder Pferdewechselstation, Brunnenstr. 1, das vermutlich älteste Gebäude in Kaichen.

Zur „kulinarischen Infrastruktur“ gehörten mindestens sieben Gasthäuser. Rechts an der Einfahrt zum Dorfplatz befand sich Zum Adler, Freigerichtsstr. 31, links an der Einfahrt Zur PostFeigerichtsstr.33. Auf der anderen Seite der heutigen Freigerichtstraße, der Einfahrt zum Dorfplatz unmittelbar gegenüber gelegen, begrüßten Zum Stern, Feigerichtsstr.28 und Zum Goldenen SchwanFreigerichtstr. 30 die durchfahrenden Gäste. Wenige Schritte entfernt, ebenfalls an der heutigen Freigerichtstraße hießen Zum Löwen,[nbsp]Freigerichtstr. [??] und Zur KroneFreigerichtsstr. [??] die Gäste willkommen. Etwas abseits im alten Dorfkern, in der heutigen Obergasse [??] gesellte sich noch das Gasthaus Schönwolf hinzu.

Zum Dorfplatzensemble gehören außerdem die an der Weed zwischen Zur Post und der Alten Schmiede gelegene Hofreite Brunnenstraße 2, im Volksmund auch „Kieferhaus“ genannt, die Hofreite Brunnenstraße 3 und das auf dem Areal der Hofreite Brunnenstr. 4 gelegene Gemeine Backhaus von Kaichen.

Weiter geht es wenige Schritte Richtung Westen zum unmittelbar an den Dorfplatz angrenzenden Alten Amtshaus, im Volksmund oft auch nach einer späteren Nutzung Alte Schule genannt. Ein paar Schritte weiter Richtung Süden der Bogenstraße folgend dominiert die Kaicher Kirche, früher wahrscheinlich eine Trutz- oder Wehrburg, das Ortsbild. Direkt gegenüber der Kirche stehen die Scheunen der heutigen Hofreiten Freigerichtstr. 35 und 37. Erstere diente bis zur Ablösung der Frond im Jahre 1806 als Zehntscheune, zweitere wurde als Freihof“ des Grefen Jakob Stoll, langjähriger Amtmann der Burg Friedberg und Oberster Richter am Freigericht bezeichnet. Ebenfalls im Besitz des Grefen Stoll war das heutige Anwesen Obergasse 7. Das Anwesen erreicht man über die Bogenstraße an der Kirche vorbei in Richtung Westen. [Freigerichtstraße 40 fehlt]

Am Ende der Bogenstraße treffen sich Obergasse und Steinerne Pforte. Letzterer folgend, führt der Rundweg zum Haingraben und der Steinernen Pforte, zwei weiteren Elementen der früheren Ortsverteidigung. Nach der Steinernen Pforte führt der Rundweg nach rechts in die Dresdner Straße. An deren Ende biegt der Weg nach links, in westliche Richtung auf den Fuß- und Radweg nach Burggräfenrode bzw. zum Nidda-Radweg.

Nach 750 m liegt rechter Hand das Flurstück Diebseiche, eine frühere Hinrichtungsstätte. Der Rundweg biegt aber am alten „Roggauer Wasserhäusi“ nach links ab, zum Hohen Rad, von wo sich ein wunderschöner Blick über die Wetterau ergibt. Über die „Kaicher Höhe“, im Volksmund Hard genannt und einen leichten Links-Rechts-Schwenk geht´s über einen Feldweg weiter geradeaus bis knapp 1 km nach Verlassen des Burggräfenroder Wegs ein landwirtschaftlicher Weg nach rechts zurück Richtung Kaichen führt.

Nach etwa 650 m biegt der Rundweg kurz vor einem Pferdehof nach rechts Richtung Süden ab. Nach gut 600 m geht´s nach links über einen Feldweg zum Römerbrunnen, der hinter einem Modelflugplatz über einen kurzen Stichweg nach rechts zu erreichen ist. Zurück zum Feldweg biegt der Rundweg dann 200 m hinter dem Römerbrunnen nach links, auf einen alten Basaltweg Richtung Kaichen (Etwa 800 m rechts von diesem Punkt entfernt, verläuft die Bonifatius Route). Nach 700 m geht´s nach rechts zum Steinernen Tisch des Freigerichts Kaichen, einem Wahrzeichen von Kaichen und über die Bundestraße 45, dann mit einer Links-Rechts-Kombination unter der Bahnstrecke Friedberg – Hanau hindurch („heller Durchgang genannt“) bis zur Hainmühle, welche im Naturschutzgebiet Krebsbachtal liegt. Der Weg vom Römerbrunnen zur Hainmühle bietet wieder schöne Blicke über Wetterauer Felder und lässt erahnen, wo weitere frühere Hinrichtungsstätten wie Klingenpfad, Richtbock, Galgengrund oder Galgenfeld, oder Büchsenhohl gelegen haben.

Von der Hainmühle geht es wieder ein Stück zurück Richtung Kaichen. Hinter der Bahnunterführung biegt der Weg nach rechts, dann nach links am Fischteich vorbei zur Lögesmühle. Vom dort geht´s an Sportplatz und Bürgerhaus (geöffnet Mo. u. Mi. bis Sa. 17 bis 22.00 Uhr, So. u. Feiert. 12 bis 22.00 Uhr) vorbei, wieder über die Bundesstraße 45 und zurück zur Weed.