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Restaurierung des Doppelkopfadlers gesichert

28.12.2019 07:01:00 von ds

Filigranes Holzmodell des neuen Doppelkopfadlers auf Staffelei
Von Heinz Fink erstelltes Holzmodell des neuen Doppelkopfadlers

Und wieder kommt die Sanierung des Alten Amtshauses in Kaichen einen Schritt voran. In den letzten Wochen konnten die Handwerker das Gebäude gerade noch rechtzeitig vor dem Wintereinbruch verschließen. Mit ertüchtigtem Fachwerk, weitgehend ausgebesserten Lehmziegeln, neuen historischen Fenstern und einer grundsanierten, aber noch nicht montierten Eingangstüre gibt das Gebäude damit schon einen guten Eindruck des späteren Erscheinungsbilds.

Und auch zur Sanierung des Doppelkopfadlers im Schopfwalmgiebel des Alten Amtshauses gibt es Erfreuliches. Der allen Kaichern bekannte ursprüngliche Holzadler, aller Wahrscheinlichkeit nach beim Erbau des Gebäudes 1782 als Wappen der Reichsburg Friedberg montiert, war in einem derart schlechten Zustand, dass er mit vertretbarem Aufwand nicht mehr restauriert werden konnte. Daher haben die Mitglieder des Dorfentwicklungsvereins Kaichen (DEK) beschlossen, den Originaladler ohne weitere Beschädigungen zu bergen, oberflächlich zu konservieren und ihn, nach über 230 Jahren an der Außenwand, später im musealen Teil des restaurierten Amtshauses auszustellen.

Für den prominenten Schopfwalgiebel erstellt und montiert der DEK in Abstimmung mit der Stadt Niddatal und den Denkmalbehörden einen neuen, farblich ans Original angepassten Bronzeadler. Hierzu hat der Heimatforscher Heinz Fink ein aufwändiges, sehr filigranes Modell angefertigt und „dem Amtshaus“ gespendet. „Da sind schon einige Arbeitswochen hineingeflossen. Nach meinen beiden Büchern zur Kaicher Geschichte war es mir aber ein besonderes Anliegen, ganz persönlich zur Restaurierung des Adlers beizutragen.“ fasst Heiz Fink die letzten Monate zusammen. Auf Basis dieses Modells wird in den kommenden Wochen von einer Fachfirma der neue Doppelkopfadler in Bronze gegossen und mit Abschluss der Sanierungsarbeiten am Alten Amtshaus montiert.

Der Gesamtaufwand für diese Arbeiten liegt bei etwa 8.500 €. Eine Hälfte davon übernimmt der DEK, die zweite Hälfte kommt von der Stiftung der Sparkasse Oberhessen. „Für diese großzügige und bestimmt nicht selbstverständliche Unterstützung bedanken wir uns ganz herzlich bei der Stiftung der Sparkasse Oberhessen und deren Vorsitzendem, dem Landrat des Wetteraukreises Jan Weckler.“ freut sich Dirk Schneider, Vorsitzender des DEK über diesen Zuschuss. Damit kann der Gussauftrag zeitnah vergeben und die Restaurierung des Doppelkopfadlers rechtzeitig zur Fertigstellung der Bauarbeiten am Alten Amtshaus gesichert werden. 

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